Brennen im Mund (Burning Mouth Syndrome) äußert sich durch ein Brennen, Kribbeln oder veränderten Geschmack in der Mundhöhle. Diese Seite bietet eine allgemeine Übersicht zu typischen Beschwerden, möglichen Auslösern und welche Fachärztinnen oder Fachärzte an der Abklärung beteiligt sein können. Für individuelle Diagnostik und Betreuung wenden Sie sich an eine medizinische Fachstelle.
Beschwerden und Empfindung
Betroffene berichten häufig von Brennen an Zunge, Gaumen, Innenseite der Lippen oder im gesamten Mundraum. Begleitend können Geschmacksveränderungen (z. B. metallischer Geschmack) und Mundtrockenheit auftreten. Die Symptome sind morgens oft schwächer und nehmen im Tagesverlauf zu; Stress oder bestimmte Nahrungsmittel können sie verstärken.
Mögliche Ursachen und Risikofaktoren
Es gibt keine einzelne Ursache: hormonelle Umstellungen (insbesondere nach den Wechseljahren), nervale Veränderungen, empfindliche Schleimhaut, Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen sowie chronische Systemerkrankungen können eine Rolle spielen. Ebenso können Mundtrockenheit, Reflux oder Probleme der Mundhygiene die Beschwerden beeinflussen. Eine fachärztliche Abklärung ist wichtig, da jeder Fall individuell ist.
Diagnose und fachärztliche Wege
Die Abklärung beginnt mit einer ausführlichen Anamnese und Untersuchung der Mundhöhle. Zunächst geeignet sind Hausärztin/Hausarzt oder Zahnärztin/Zahnarzt. Bei Bedarf erfolgen Überweisungen an HNO, Neurologie, Endokrinologie, Dermatologie/Venerologie oder Infektiologie und Klinische Mikrobiologie. Mögliche Untersuchungen umfassen Bluttests, Geschmacksprüfungen und gegebenenfalls bildgebende Verfahren.
Alltagsmaßnahmen zur Linderung
Auf gute Mundhygiene achten, sehr heiße oder scharfe Speisen meiden, Rauchen und Alkohol reduzieren und ausreichend trinken können Erleichterung bringen. Eine ausgewogene Ernährung und Stressbewältigung unterstützen zusätzlich. Diese Hinweise dienen der Orientierung; bei anhaltenden oder sich verschlechternden Beschwerden suchen Sie ärztlichen Rat.