Morbus Addison entsteht, wenn die Nebennieren nicht genügend Hormone produzieren. Auf dieser Seite finden Sie eine zusammenfassende Darstellung typischer Befunde, üblicher diagnostischer Abläufe und welche Fachrichtungen bei Abklärung und Verlaufskontrolle relevant sind.
Was ist Morbus Addison und wie entsteht er?
Bei Morbus Addison produziert die Nebennierenrinde zu wenig Cortisol und manchmal auch weniger Aldosteron. Häufige Ursachen sind Autoimmunreaktionen, Schädigungen der Drüse durch Infektionen oder andere Zerstörungen; genetische Ursachen sind seltener. Der Beginn kann schleichend oder relativ rasch erfolgen, weshalb eine sorgfältige Anamnese wichtig ist.
Symptome und Auswirkungen im Alltag
Typische Beschwerden sind anhaltende Müdigkeit, Appetit- und Gewichtsverlust, Muskelschwäche, niedriger Blutdruck mit Schwindel sowie eine dunklere Hautpigmentierung. Diese Symptome können die Alltagsaktivitäten einschränken; regelmäßige Kontrollen helfen, Veränderungen frühzeitig zu erkennen.
Diagnostik: welche Tests sind üblich?
Die Diagnostik umfasst Blutuntersuchungen zur Bestimmung von Hormonspiegeln und Elektrolyten sowie gegebenenfalls spezifische Funktionsprüfungen wie der ACTH-Stimulationstest. Bildgebende Verfahren werden eingesetzt, wenn strukturelle Ursachen vermutet werden. Die Endokrinologie führt häufig die vertiefte Abklärung durch.
Wann ist eine sofortige Abklärung notwendig?
Akute Alarmzeichen sind starkes Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Ohnmachtsanfälle, ausgeprägte Schwäche oder schwerer Blutdruckabfall. Solche Zustände erfordern eine unverzügliche Vorstellung in einer Notaufnahme oder die Kontaktaufnahme mit dem Rettungsdienst.
Fachärztliche Versorgung und Verlaufskontrolle
Die Endokrinologie ist zentral für Diagnose und Langzeitbetreuung. Die hausärztliche Versorgung übernimmt Erstbewertung, veranlasst Basisuntersuchungen und koordiniert Überweisungen. Ein abgestimmter Nachsorgeplan und transparente Kommunikation zwischen Patient und Facharzt sind wichtig.